Montgomery:

Osteopathie gehört in qualifizierte Hände

By Fumontgomery (Claudia Ketels) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Berlin – „Die Osteopathie gehört zwingend in die Hände von qualifizierten Ärzten und Physiotherapeuten. Wer sich dem verweigert, spielt ohne Not mit der Gesundheit und Sicherheit von Patienten.“ So kommentierte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die vorläufig zurückgestellte Einführung einer osteopathischen Basisqualifikation für Physiotherapeuten. Ein entsprechender Änderungsantrag zum Dritten Pflegestärkungsgesetz war Ende November kurzfristig zurückgezogen worden.

In einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bat Montgomery, den Antrag noch in dieser Legislaturperiode erneut in das parlamentarische Verfahren einzubringen. „Es ist bedauerlich, dass diese wichtige Initiative am Widerstand einzelner Bundesländer gescheitert ist. Das Bundesgesundheitsministerium hat in dieser Frage weiterhin die volle Unterstützung der Ärzteschaft“, stellte Montgomery klar. Er forderte die Bundesländer auf, die Qualitätssicherung in der Anwendung osteopathischer Verfahren durch Verankerung in der Aus- und Weiterbildung der Physiotherapeuten zu ermöglichen.

Die Bedeutung osteopathischer Verfahren in der Patientenbehandlung hat in den letzten Jahren enorm zugenommen und wird auch noch weiter wachsen." Zitat Ende...

 


 

Position des bvFO hierzu:

 

Wir begrüßen den Appell des Präsidenten der BÄK sehr, da gerade die Ärzteschaft als weisungsgebende Instanz der PhysiotherapeutInnen die zentrale qualitätssichernde Kraft im öffentlichen Gesundheitswesen bei der Ausübung der Osteopathie durch ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen darstellen.

 

In dem die Osteopathie ausübenden Therapeutenspektrum sollten natürlich zusätzlich auch die Heilpraktiker genannt sein, die als dritte große  Berufsgruppe unzweifelhaft zur Osteopathie berechtigt sind.

 

 

Der Berufsverband für Funktionelle Osteopathie setzt sich auch weiterhin als integrative Kraft ein, die die qualitätssichernde Zugrundelegung eines geeigneten Fortbildungscurriculums für jeden der drei genannten Berufsgruppen nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO mit allen beteiligten osteopathischen und physiotherapeutischen Verbänden an einem runden Tisch vereinbaren möchte. 

 

Wie Montgomery ausführte, ist es nun für die wenigen bis dato ablehnenden Bundesländer und die dahinter starrsinnig agierenden Osteopathieverbände an der Zeit, sich dem Lauf der Zeit nicht mehr zu verweigern. Wie heißt es bei Montgomery so treffend: "Die Bedeutung osteopathischer Verfahren in der Patientenbehandlung hat in den letzten Jahren enorm zugenommen und wird auch noch weiter wachsen". Genau dafür braucht das deutsche Gesundheitswesen einen passenden Rahmen über die Anpassung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Physiotherapeutinnen durch das Bundesgesundheitsministerium.

 

Es würde eher der Gesundheit unser aller Patienten dienen, wenn entsprechend qualifizierte PhysiotherapeutInnen osteopathische Therapie nach einem noch zu definierenden Curriculum anwenden dürfen, als kompromisslos die eigenen ursprünglichen Zielsetzungen (eigenständiger Beruf Osteopath) zu verfolgen, obwohl dies längst keine realistische Option mehr ist.

 

Die vielen PhysiotherapeutInnen, die trotzdem in diesen Verbänden organisiert sind, haben genauso dazu ein Recht in ihrer beruflichen Qualifikation durch einen angemessenen Aus- und Fortbildungsweg respektiert zu werden, wie jeder andere PT. Wer nach seiner grundständigen Berufsausbildung keine Osteopathie anwenden möchte, wird durch die Basisqualifikation von geplanten 60 Unterrichtseinheiten in der grundständigen PT-Berufsausbildung trotzdem bestimmt einiges therapeutisches Wissen dazulernen. Die eigentliche Qualifikation geschieht dann nach unserem Dafürhalten über 1000 Unterrichtseinheiten osteopathische Fortbildung.

 

Wir empfehlen den PhysiotherapeutInnen optimistisch in die Zukunft zu blicken.

mit freundlichen Grüßen!

 

Der Vorstand des bvFO e.V.

 

Susanne Goerke

 

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesärztekammer, dgmm, dgou, und Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) vom 15.12.16

Osteopathische Fortbildungen

und Gesamtausbildung bei der cura-Akademie

 

02-Liste ordentliche Mitglieder 08.04.20
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Kontakt:

 

bvFO Verband e.V.

Anklamer Str. 38

10115 Berlin

Tel.: 030 / 44 040 671

e-Mail: info(at)bvfo-verband.de

  

Auszüge aus der Anhörung im Reichtags-Gebäude vom 17.10.16:

www.bundestag.de

Ausschüsse

Osteopathie relevante Passagen:

Frage MdB Heidenblut (SPD) an IFK und VOD 1h12´09"

Frage MdB Dr.Katja Leikert (CDU) an VOD und ZVK 2h30`04"