BERUFSVERBAND FÜR FUNKTIONELLE OSTEOPATHIE (bvFO e.V.)

Berlin, 15.12.2016

 

 

 

 

Auf dem Weg zu mehr Sicherheit für unsere physiotherapeutischen Mitglieder:

 

Eindeutige Positionierung

 

der Bundesärztekammer (BÄK)

 

 

 

Fast wäre es ja schon am 01.12. anlässlich der Lesung des Pflegestärkungsgesetzes beschlossen worden - dann wurde der entsprechende Änderungsantrag zur Verankerung von osteopathischem Grundwissen im Umfang von 60 Unterrichtseinheiten in die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für PT´s aus dem - den Rahmen bildenden - Pflegestärkungsgesetz III zurückgezogen. Die Kritik daran durch einige von großen Osteopathie-Verbänden geprägte Landesgesundheitsministerien war zu erheblich, als dass darüber die Zustimmungsfähigkeit des PSG III im Bundesrat gefährdet werden durfte.

 

In der Folge haben sich große Physiotherapieverbände wie ZVK und IFK eindeutig positioniert und suchen im Einklang mit dem bvFO entsprechende gesetzliche Regelungen beim Bundesgesundheitsministerium zu erwirken. PhysiotherapeutInnen sollen die Sicherheit wiederfinden, die sie de facto eigentlich schon hatten, die aber durch interessierte Verbände und deren Lobbyarbeit bei einzelnen Landesregierungen infrage gestellt wurde.

 

Jetzt hat auch die Bundesärztekammer (in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV)  eindeutig Stellung bezogen. Sie spricht sich dafür aus, Osteopathische Behandlung durch Ärzte und Physiotherapeuten sicherzustellen und formuliert ein aus ihrer Sicht dafür erforderliches Curriculum von 500 Unterrichtseinheiten.

 

Da die Legitimation der Ärtzte und der Heilpraktiker in der Ausübung der Osteopathie bei den Querelen des letzten Jahres rings um das Düsseldorfer OLG Urteil nicht in Frage gestellt wurde, sondern lediglich diejenige der PT´s, bedeutet dies eine den Satzungszielen des bvFO entsprechende Positionierung der BÄK und somit begrüßen wir sie.

 

Was den von uns für geeignet erachteter Umfang des Curriculums angeht, so ist innerhalb des bvFO dazu ein Entwurf in der Entwicklung. Sowohl die Inhalte der

  • 60 Unterrichtseinheiten Grundwissen in osteopathischen Verfahren für die grundständige Physiotherapeutische Berufsausbildung werden darin aufgeschlüsselt, wie auch eine diesbezügliche
  • Neu-Ausrichtung der späteren berufsspezifischen Weiterbildung entsprechend den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO  -  Type II Ausbildung im Umfang von gesamt 1000 UE)

 

So ist sichtbar, dass die konkrete Ausgestaltung der zukünftigen berufsspezifischen Ausbildungswege noch auf die unterschiedlichen Positionen der Interessenvertreter miteinander abgestimmt werden müssen. Eine nüchterne Analyse der Entwicklung lässt aber davon ausgehen, dass es jetzt anscheinend endlich in die richtige Richtung geht.

 

Tendenziöse Interpretationen einiger Interessenvertreter, dass PT´s schon über die 60 UE osteopathische Grundkenntnisse in der grundständige Berufsausbildung zu unzureichend ausgebildeten Leistungserbringern würden und somit eine Gefahr für Ihre Patienten darstellen darstellen (die vom Staat zu verhindern sei) waren aus unserer Sicht unseriös und dies wird sich auch im Weiteren für die Zielsetzungen dieser Verbände nicht als förderlich erweisen. Das eigene Berufsgesetz für Osteopathen ist unter anderem durch das Statement der Bundesärztekammer weiter entfernt denn je und das ist gut so. Der berufsspezifische Zugang von drei schon bestehenden Therapeutengruppen ist wesentlich praxisnäher und gesundheitspolitisch vernünftig.

 

Erst eine fundierte osteopathische Weiterbildung - so sieht es auch die Bundesärztekammer  - in einem angemessenen Umfang qualifiziert PT´s zur kompetenten und verantwortungsvollen, weil sicheren osteopathischen Leistungserbringung.

 

Wichtig ist nur, die entstandene Verunsicherung von PhysiotherapeutInnen schnellstmöglich mit den richtigen legislativen Mitteln rechtlich zu heilen. Der bvFO wird zur Förderung und Verbreitung der Osteopathie und Faszientherapie auf berufspolitischer Ebene das Seine dazu beitragen und wir schauen recht optimistisch ins Neue Jahr.

 

 

 

Vorstand des bvFO

gez.:

Susanne Goerke

 

 

 

 

 

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesärztekammer, dgmm, dgou, und Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) vom 15.12.16

Osteopathische Fortbildungen

und Gesamtausbildung bei der cura-Akademie

 

02-Liste ordentliche Mitglieder 15.02.17
Adobe Acrobat Dokument 332.9 KB

 

Kontakt:

 

bvFO Verband e.V.

Anklamer Str. 38

10115 Berlin

Tel.: 030 / 44 040 671

e-Mail: info(at)bvfo-verband.de

  

Auszüge aus der Anhörung im Reichtags-Gebäude vom 17.10.16:

www.bundestag.de

Ausschüsse

Osteopathie relevante Passagen:

Frage MdB Heidenblut (SPD) an IFK und VOD 1h12´09"

Frage MdB Dr.Katja Leikert (CDU) an VOD und ZVK 2h30`04"